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Angst

Ich stand gerade in unserem Hof, als zwei Mädchen auf Fahrrädern vorbei kamen und zögerten weiter zu fahren. Sie waren beide etwas jünger als ich und die eine sagte:
"Nein hier traue ich mich nicht weiter, komm wir drehen wieder um."
Das andere Mädchen antwortete ihr:
"Weiter als hier war ich auch noch nie."
Wahrscheinlich trauten sie sich nicht weiter, weil es die Richtung zum Wald war, dachte ich mir. Die ganze Umgebung war irgendwie düster, besonders die Straße hinter Richtung Wald.
"Ich wohne hier schon lange und ihr seht, ich lebe noch!", wollte ich sie beruhigen.
"Und was ist mit dem schwarzen Mann der vor zwei Ferien da war?" Ich überlegte kurz. Vor zwei Ferien war Herbstferien und ich hatte im Traum die Erinnerung an einen schwarzen furchteinflößenden Mann, der in der Gegend Angst eingejagt hatte. Von irgendjemand erfuhr ich, dass er seit kurzem zwei Menschen eingesperrt hält. Inzwischen war es stockdunkel geworden und nicht so hell, wie durch das ganze Stadtlicht in der Realität. Als Erinnerung kam mir der Mann nicht mehr sehr schlimm vor, aber als ich ins Haus ging und sah, dass es lichterloh brannte ergriff mich die Panik. Angst kroch in mir herauf, denn ich wusste, dass der Mann es veranlasst hatte. Meine Mutter und mein Bruder mussten noch dort drinnen sein. Im Hof suchte ich unser Tragetelefon und fand es auch. Auf den Plastersteinen sitzend wählte ich hastig 007733, bis ich merkte, dass das ja die Nummer von Timo war. Die Tasten waren in der Dunkelheit nicht zu erkennen also wählte ich bedacht 112, aber anscheinden war der Akku des Telefons leer. Mir fiel ein, dass mein brauner Blazer noch irgendwo im Hof liegen musste. Tatsächlich fand ich ihn im Dunkeln tappend direkt neben mir. Timo war plötzlich auch da und saß einfach auf dem Rasen. Mein Vater musste auch irgendwo im Hof sein, aber er unternahm glaube ich nichts. Aus meiner Blazertasche holte ich mein Handy und rief die Feuerwehr an.
"Es brennt!"
Mehr hatte ich glaube nicht gesagt und ging die Treppe zur Haustür hinauf. Da begegnete ich meiner Mutter und merkte, dass sie den Brand wohl schon mit dem Feuerlöscher gelöscht hatte. Ich lief weiter hinein, bis in den Flur und dachte mir, dass die Feuerwehrmänner lieber noch nachkontrollieren, ob das Feuer wirklich erstickt ist. Meine Mutter war erschrocken, wie weit ich mich ins Haus hineintraute und meinte ich solle wieder zurück kommen. Erleichtert, dass es nicht mehr brannte sagte ich zu meiner Mutter:
"Jetzt muss ich dich erst einmal richtig umarmen."
Mit einem Schreck in den Gliedern sank ich in ihre Arme.

21.3.07 16:41
 


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